Jahreshauptversammlung FF Eldena


Ein fester Termin im Feuerwehrjahr ist die Jahreshauptversammlung, dieser musste in den letzten beiden Jahren pandemiebedingt immer wieder abgesagt oder mehrfach verschoben werden. Am Freitag, dem 10. Juni konnten sich die Kameraden in Eldena wieder treffen. In der Fahrzeughalle versammelten sich die Angehörigen aller Abteilungen von jung bis alt sowie der Bürgermeister Oliver Kann, Ordnungsamtsleiter Peter Kappe, eine Abordnung der Partnerwehr aus Tangstedt mit Bürgermeisterin und der Amtswehrführer Mirko Madaus,

Nach einer Schweigeminute für den verstorbenen Kameraden Willi Krogmann, schloss sich die Begrüßung durch den Wehrführer Hannes Herer der Anwesenden, sowie die Verlesung und Abstimmung über die Tagesordnung, an.

Direkt im Anschluss erfolgte die Verlesung des ersten Berichts durch den Ortswehrführer. Der allgemeine Überblick über die Personalsituation, sowie Material und Fuhrpark ist sehr gut und kann die Einwohner Eldenas ruhig stimmen. Die Kameraden haben im vergangenen Jahr immer unter Beachtung der Hygienebedingungen auf Landes-, Kreis- und Amtsebene ihr Wissen und Fähigkeiten bei diversen Lehrgängen vertieft und gefestigt. Um den Einschränkungen durch die Pandemie angemessen zu begegnen wurden neue Medien und Wege in die Aus- und Weiterbildung integriert, ein Beispiel hierfür ist die Online-Ausbildung. Die praktische Arbeit am Gerät, Hand in Hand, kann dennoch nicht ersetzt werden, und glücklicherweise konnten die Sommermonate hierfür gut genutzt werden. Bei der Dienstbeteiligung sieht Herer noch „Luft nach oben“.

Dem Ernstfall mussten sich die Kameraden im vergangenen Jahr 14. Mal stellen, jeweils hälftig waren dies Brandeinsätze und Technische Hilfeleistungen. Es handelte sich damit um ein ruhiges Einsatzgeschehen und die Wehr kann im laufenden Kalenderjahr bereits mehr Einsätze verzeichnen.

Neben den Pflichtaufgaben sind die Kameradschaftspflege und zusätzliches Engagement für die dörflichen Gemeinschaft ein wichtiger Bestandteil der ehrenamtlichen Arbeit in Eldena. Die Seniorenausfahrt, das Oktoberfeuer, der Familiennachmittag, der Motorisierte Marsch oder der Familiennachmittag sind einige dieser Termine.

Abschließend richtet Hannes Herer seinen Dank an die Kameraden für die Arbeit der letzten Monate, diese sollen auch zu den Familien getragen werden.

Nach dem Wehrführer trug Rieke Hochschulz aus der Jugendfeuerwehr die Berichte der Jugendfeuerwehr und Grisu-Gruppe für die Jahre 2020 und 2021 vor. In beiden Abteilungen mussten coronabedingt viele Dienste und somit Ausbildung ausfallen. Es wurde jedoch jede Möglichkeit genutzt, um den hohen Wissensstand und den guten Zusammenhalt in der jungen Mannschaft aufrecht zu erhalten. Hinter allen Maßnahmen, ob Ausbildung, Sport oder teambildenden Maßnahmen, darf der Spaß nie zu kurz kommen. So werden die Dienste zu vermeintlich langweiligen und trockenen Themen, wie Unfallverhütung, spielerisch gestaltet. Weitere Bestandteile der Ausbildung waren u.a. Knoten und Stiche, Gerätekunde, Grundübung der Gruppe gemäß der Feuerwehrdienstvorschrift, Funkausbildung oder Technische Hilfeleistung. Die Heranwachsenden wurden des Weiteren ebenfalls in das Gemeinschaftsleben einbezogen und haben u.a. beim Reitturnier unterstützt. Im vergangenen Jahr konnte die Jugendfeuerwehr zudem ihre erste Leistungsspange in Güstrow erwerben. Auch die Grisu-Gruppe hatte ähnliche Bedingungen in den letzten beiden Jahren, was die Kinder und Betreuer nicht daran hinderte das Feuerwehrjahr bestmöglich zu gestalten. Sportfest, Jahreshauptversammlung, Ausbildungen in Gerätekunde, Knoten und Stichen, Training für den Staffelwettbewerb oder das gemeinsame Kürbisschnitzen waren dabei nur einige Bestandteile. Auch mit erster Hilfe konnten die teilweise stark reduzierten Jahre mit Spiel und Spaß absolviert werden.

Nach weiteren Berichten durch Kassenwart und Kassenprüfer, folgte die Abstimmung zum Antrag auf die Beschaffung einer festlichen Fahne für die Wehr. Mit Blick auf das 100jährige Jubiläum der Wehr im kommenden Jahr 2023, sei dies ein guter Anlass zur Beschaffung, was das Gros der Kameraden ähnlich sah und für den Antrag stimmte.

Recht zügig führten die Kameraden die Wahlen an diesem Abend durch, in zwei Blockwahlen gaben die Stimmberechtigten ihr Votum in den Wahlkabinen ab. Hier kam es zu wenigen Überraschungen und die Wehrführung mit Hannes Herer und seinem Stellvertreter Mathias Vossen wurden erneut in ihren Ämtern bestätigt.

Den Anschluss bildeten nun die Beförderungen und Ehrungen. Hierbei gab es einiges nachzuholen und viele Kameraden und Kameradinnen bekamen neue Dienstgrad. Besonders emotional gestaltete sich die Übernahme der beiden langjährigen Kameraden Marlies Strey und Volker Wilke in die Ehrenabteilung. Beide haben in den vergangenen Jahrzehnten die Feuerwehr und die Jugendarbeit in Eldena und im Kreis bedeutend mitgestaltet und haben sich den „Feuerwehrruhestand“ redlich verdient.

Den inhaltlich letzten Teil des Abends bildeten die Grußworte der Gäste. Allen voran ergriff Oliver Kann in seiner Funktion als Bürgermeister als Erster das Wort. Er stellte heraus, welch wichtige Funktion die Feuerwehr in der Gesellschaft hat und dass ein Funktionieren dieser ohne das Ehrenamt kaum möglich ist und welch wichtiger Wertekanon hinter dem Ehrenamt Freiwillige Feuerwehr steckt. Leider gibt es nicht immer das nötige Danke für die Tätigkeit, besonders wenn man sich wie die Eldenaer Kameraden einen so hohen Wissensstand aufgebaut hat. Die Abordnung der Partnerwehr aus Tangstedt lud zu kommenden Festivitäten ein und lobte darüber hinaus die hervorragende Jugendarbeit in Eldena.

Auch seitens der Amtsfeuerwehr entrichtete Mirko Madaus ein Lob für die gute Aus- und Weiterbildung und beglückwünschte die geehrten und ausgezeichneten Kameraden.

Der neue Ordnungsamtsleiter Peter Kappe freut sich auf die zukünftige Zusammenarbeit mit den Kameraden seiner alten Heimat.


Fotos: ©Christian Wilke