Jahreshauptversammlung 2020 FF Eldena


Ein Feuerwehrjahr findet in der Regel mit der Jahreshauptversammlung sein Ende und ein Neues seinen Anfang. So trafen sich auch am letzten Freitag im Februar die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Eldena im örtlichen Gemeindehaus um die vergangenen 12 Monate Revue passieren zu lassen.

Wehrführer Hannes Herer konnte neben den Kameraden, Bürgermeister Oliver Kann, Ordnungsamtsleiter Wolfgang Kann, Kreis- und Amtsjugendfeuerwehrwart Steffen Hoffmann, Amtswehrführer Bernd Rüsch, Kameraden der Partnerwehr aus Tangstedt, die Pastorin Frau Nagel-Bienengräbe, sowie Förderer der Wehr als Gäste begrüßen.

Anschließend fuhr er mit seinem Bericht fort. Die eingangs erwähnte positive Mitgliedersituation sind nicht nur schöne Zahlen auf Papier, sondern werden auch an den gut gefüllten Reihen im Gemeindehaus sichtbar. So zählt die Freiwillige Feuerwehr Eldena 101 Mitglieder. Hiervon sind 39 in den Reihen der Jugendfeuerwehr, 48 bei der Einsatz- und Reserveabteilung, sowie 14 Kameraden in der Alters- und Ehrenabteilung zu verorten. Doch auch weiterhin will man sich nicht auf diesen Zahlen ausruhen. Pendeln, Ausliegen und Co. sind, besonders unter der Woche, erschwerende Faktoren für die Einsatzbereitschaft der Wehr.

2019 bezeichnet Hannes Herer als „durchschnittliches Einsatzjahr“. So galt es 20 Brandeinsätze und neun Hilfeleistungen abzuarbeiten. Die Dauer der Einsätze hat sich jedoch im Vergleich zu Vorjahr annähernd verdoppelt. So kam man im Ernstfall auf 1200 Stunden, was ca. 30 1/2 Stunden reine Einsatzzeit pro Kamerad/in ausmachte. Neben kleineren Bränden wie einer Feuertonne und Vegetationsbränden galt es zusammen mit der Feuerwehr Boek-Gorlosen ein Einfamilienhaus zu löschen und eine vermisste Person zu suchen. Brandfortschritt und herabfallende Trümmer erschwerten das Vorgehen der Einsatzkräfte immer wieder. Die Person konnte trotz intensiver Suche erst am nächsten Tag mit Suchhunden der Polizei gefunden werden.

Ebenfalls beteiligt waren die Eldenaer Kameraden am dramatischen Waldbrandgeschehen in Lübtheen. In über 360 Stunden kämpften sie gegen die Flammen. Es wurde dabei das Tanklöschfahrzeug und Personal eingesetzt und auch in der Einsatz- und Abschnittsleitung wurde das Fachwissen und Können eingebracht.

Weiterhin kam es ebenfalls zu den obligatorischen Sturmschäden und wegen dreier Verkehrsunfälle ertönten die Meldeempfänger. Hierbei ist einmal mehr deutlich geworden, wie gut die Kameraden ausgebildet sind, so saß jeder Handgriff und es herrschte die nötige Besonnenheit an der Einsatzstelle.

Auch im vergangenen Jahr wurde in 855 Stunden am Standort, sowie auch Amts-, Kreis- und Landesebene aus- und weitergebildet. Der Wehrführer entrichtete dabei seinen besonderen Dank an die Kameraden, welche sich immer wieder als Ausbilder zu Verfügung stellten. Besondere Höhepunkte der Fortbildung waren dabei u.a. das Fachsymposium „Wipfellfeuer“. Für die Atemschutzgeräteträger hielt die Ausbildung an der Feuerwehrtechnischen Zentrale in Scharnebeck, inklusive Besuch des Brandübungshauses, eine Auffrischung und Neues parat. Zudem konnten sich die Teilnehmer im Umgang mit dem Hydraulischen Rettungsgerät schulen.

Vegetationsbrandbekämpfung war im Mai Ausbildungsthema, was schließlich schneller praktisch eine Rolle spielte als gedacht war.

Neben dem ‚alltäglichen Geschäft‘ sind alle Abteilungen der Feuerwehr zudem nicht mehr aus dem Dorfleben wegzudenken. So sind Tannenbaumverbrennen und Osterfeuer gut besuchte Veranstaltungen. Die Jugendfeuerwehr war bei Dorffest, Martinsumzug, Schützenfest und Kindertagsfeier ebenfalls präsent.

Mit dem im letzten Jahr belegten achten Platz beim Amtsfeuerwehrtag wollen sich die Kameraden 2020 nicht zufrieden geben und erneut angreifen.

Für den Spaß und kameradschaftlichen Zusammenhalt wurden ein Paintball-Nachmittag, Skat- und Würfelabend, sowie die Weihnachtsfeier durchgeführt.

Alles zusammengerechnet ergab das 4150 Stunden, was 107 Stunden auf den einzelnen Kameraden gerechnet ergibt. Daran wird einmal mehr deutlich, wieviel Zeit die Ehrenamtler für die Feuerwehr aufbringen.

Ein wichtiger Punkt jeder Jahreshauptversammlung sind stets auch Ehrungen und Beförderungen. Willy Kroogmann wurde für 60 Jahre Diensterfüllung bereits auf Amtsebene ausgezeichnet. Charlotte Audorff und Rosi Turzer wurden für 50 Jahre, Norbert Krogmann für 40 Jahre, Christian Wilke für 25 Jahre und Tobias Freitag für 10 Jahre im Dienst der Feuerwehr geehrt.

15 Kameraden wurden für ihren Einsatz in Lübtheen mit einer Ehrennadel, einem Coin und Urkunde gewürdigt. Henrik Wolter wurde als Mitglied mit der höchsten Dienstbeteiligung von 97% ausgezeichnet.

Neele Gottschalk wurde zur Oberfeuerwehrfrau, Jacob de Vries, Tony Lorenz und Fabian Permin wurden zum Hauptfeuerwehrmann, Johannes Neumann wurde zum Löschmeister und Mathias Voßen zum Brandmeister befördert.

Im Anschluss erfolgte das Grußwort der Gäste. Ordnungsamtsleiter Wolfgang Kann entrichtete den Familien der Kameraden seinen Dank und lobte die Nachwuchsarbeit. Er verwies auf die kommende Verlesung des Brandschutzbedarfsplanes. Zudem mahnte er in Zeiten von Grippe und Corona auf die allgemeine Hygiene zu achten, einmal mehr Hände zu waschen und ein Händeschütteln als Begrüßung zu vermeiden.

Der Amtswehrführer Bernd Rüsch stellte die großartige Einsatzbereitschaft und Ausbildung heraus. Auch er bedankte sich bei den Kameraden und Familien und wünschte auch für die Zukunft weiterhin gute Arbeit und ein heile Rückkehr von Einsätzen.

Amts- und Kreisjugendfeuerwehrwart Steffen Hoffmann bemerkte ebenfalls die beispielhafte Jugendarbeit, diese ist sowohl im Amt Grabow, als auch im Kreis Ludwigslust-Parchim stets eine Säule. So sind die Kinder der Grisu-Gruppe nicht ohne Grund mit Abstand auf dem ersten Platz beim Orientierungsmarsch des Kreises gelandet. Auch Hoffmann bedankte sich bei den Ausbildern, besonders Christian Wilke, Hannelore Wilke und Marlies Strey, und der Wehr für ihre gute Arbeit.

Als letzter Redner ergriff ein Tangstedter Bürger das Wort. Er drückte seine Freude über die gute und rege Partnerschaft zwischen den Feuerwehren aus und wünschte sich diese auch bei anderen Vereinen vorfinden zu können.

Das Abendessen bildete den Abschluss des Abends.